Saint-Barthélemy Insel
| Saint-Barthélemy | ||
|---|---|---|
| Satellitenbild von Saint-Barthélemy | ||
| Gewässer | Karibisches Meer | |
| Inselgruppe | Inseln über dem Winde | |
| Geographische Lage | 17° 53′ 43,43″ N, 62° 49′ 39,42″ W17.895397222222-62.827616666667286Koordinaten: 17° 53′ 43,43″ N, 62° 49′ 39,42″ W | |
| Fläche | 21 km² | |
| Höchste Erhebung | Morne Vitet 286 m | |
| Einwohner | 8.255 (2006) 393,1 Einw./km² | |
| Hauptort | Gustavia | |
| Hafen der Insel | ||
Saint-Barthélemy (dt. Sankt Bartholomäus, auch St. Bart(h)s genannt) ist eine Insel der Kleinen Antillen. Sie ist seit Februar 2007 eine französische überseeische Gebietskörperschaft (collectivité d’outre-mer). Sie hat eine Fläche von 21 km² und 8.255 Einwohner (2006), damit 393 Einwohner pro km².
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Neben der Hauptstadt Gustavia gibt es folgende Siedlungen auf der Insel:
- Anse des Cayes
- Grand Fond
- Grand Cul-de-Sac
- Petit Cul-de-Sac
- Quartier de Colombier
- Quartier de la Grande Saline
- Quartier de la petite Saline
- Quartier de Public
- Quartier de Toiny
- Quartier des Flamands et Merlette
- Quartier du Corossol
- Quartier du Marigot
- Quartier du Roy
- Quartier de Vitet
- Quartier de Devé
- Quartier de Lurin
- Quartier de Gouverneur
- Quartier Lorient (älteste Ansiedlung)
- Quartier Saint-Jean
Die höchste Erhebung ist Morne Vitet im Osten der Insel, mit 286 Metern.
| Collectivité de Saint-Barthélemy | |||||
| |||||
| Amtssprache | Französisch | ||||
| Hauptstadt | Gustavia | ||||
| Staatsform | Collectivité d’outre-mer | ||||
| Staatsoberhaupt | Staatspräsident Nicolas Sarkozy | ||||
| Regierungschef | Präsident des Territorialrates Bruno Magras | ||||
| Fläche | 21 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 8.255 (2006) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 393 Einwohner pro km² | ||||
| Währung | Euro | ||||
| Zeitzone | UTC-4 | ||||
| Internet-TLD | .fr und .gp in Verwendung; seit 2006 .bl | ||||
| Telefonvorwahl | +590 | ||||
Geschichte
Ursprünglich von Kariben besiedelt, wurde die Insel 1493 von Christoph Kolumbus entdeckt und nach seinem Bruder Bartolomeo benannt.
1648 ließen sich französische Kolonisten auf der Insel nieder. 1651 verkaufte die Krone die Insel jedoch an den Orden von Malta. Fünf Jahre später vertrieben die Ureinwohner die Siedler von der Insel, bis zum Jahr 1763, als eine erneute französische Besiedlung erfolgte.
1784 überließ König Ludwig XVI. die als relativ wertlos geltende Insel im Tausch gegen ein Handelsrecht in Göteborg an König Gustav III. von Schweden. Am 7. März 1785 wurde die Insel von den Schweden in Besitz genommen. Saint-Barthélemy hatte nicht einmal eigene Trinkwasservorkommen, so dass Wasser von den Nachbarinseln importiert werden musste. Auf Gustav III. geht auch der Name der heutigen Hauptstadt Gustavia zurück. Durch Gewährung eines Freihandelsstatus blühte der Hafen auf (siehe auch Schwedische Westindien-Kompanie), bis 1852 ein großes Feuer wichtige Teile Gustavias zerstörte. In US-Handelsstatistiken aus dieser Zeit wird die Insel als „Schwedisch-Westindien“ geführt.
Am 10. August 1877 kauften die Franzosen die Insel für 80.000 Francs wieder zurück.
Politik
Die Insel bildet eine einzige Gebietskörperschaft mit den Kompetenzen einer Gemeinde, eines Departements und einer Region. Hauptort ist Gustavia.
Politischer Status
Bis 2007 war Saint-Barthélemy eine Gemeinde und bildete zusammen mit dem französischen Teil der Nachbarinsel Saint-Martin ein Arrondissement des Überseedepartements Guadeloupe, das Arrondissement Saint-Martin-Saint-Barthélemy (auch Arrondissement des Îles du Nord, „Arrondissement der nördlichen Inseln“).
Nach einem im Jahr 2003 abgehaltenen Referendum trennte sich Saint-Barthélemy – neben Saint-Martin – am 22. Februar 2007 von Guadeloupe und wurde zu einer eigenen Collectivité d’outre mer. Die Verwaltung wird aber auch in Zukunft der einer französischen Kommune entsprechen. Ebenso dürfen Nichtfranzosen, die jedoch aus einem EU-Land stammen, auch zukünftig an Gemeinderatswahlen teilnehmen. Der Vertrag von Lissabon sieht vor, dass Saint-Barthélemy Teil der Europäischen Union bleibt.[1] Saint-Barthélemy behält den Euro als offizielles Zahlungsmittel.
Infrastruktur
Auf der Insel existiert ein Flughafen, der Flughafen Saint-Barthélemy (IATA-Code: SBH). Die Länge der Landebahn beträgt 640 Meter. Eine spezielle Pilotenlizenz ist erforderlich. Der Anflug ist aufgrund der ständig wechselnden Winde und der bergigen Lage anspruchsvoll.
Commons: Saint-Barthélemy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Webseite der S:t Barthélemysällskapet (Schwedisch)
- St. Barths online (Französisch und Englisch)
- Alle Straende in Bildern
Einzelnachweise
- ↑ Vertrag von Lissabon, Artikel 2, Punkte 287 und 293
Französisch-Guayana | Französisch-Polynesien | Französische Süd- und Antarktisgebiete | Clipperton-Insel | Guadeloupe | Martinique | Mayotte | Neukaledonien | Réunion | Saint-Barthélemy | Saint-Martin | Saint-Pierre und Miquelon | Wallis und Futuna
23 nordamerikanische Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen:
Kanada | Mexiko | Vereinigte Staaten
Zentralamerika: Belize | Costa Rica | El Salvador | Guatemala | Honduras | Nicaragua | Panama |
Karibik: Antigua und Barbuda | Bahamas | Barbados | Dominica | Dominikanische Republik | Grenada | Haiti | Jamaika | Kuba | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | Trinidad und Tobago1
Andere Gebiete:
Amerikanische Jungferninseln (USA) | Anguilla (GB) | Aruba (NL) | Bermuda (GB) | Britische Jungferninseln (GB) | Clipperton-Insel (F) | Grönland (DK) | Guadeloupe (F) | Kaimaninseln (GB) | Martinique (F) | Montserrat (GB) | Navassa (USA) | Niederländische Antillen (NL) | Puerto Rico (USA) | San Andrés und Providencia (COL) | Saint-Barthélemy (F) | Saint-Martin (F) | Saint-Pierre und Miquelon (F) | Turks- und Caicosinseln (GB)
1liegt auf dem südamerikanischen Festlandssockel.
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Saint-Barthélemy_(Insel) , die Versionsgeschichte
und die Liste der Autoren einsehen.