Airplay
Airplay ist ein Fachbegriff aus der Musikindustrie. Dieser Begriff wird verwendet für das Abspielen eines bespielten Tonträgers im Hörfunk bzw. eines Musikvideos im Fernsehen.[1] Für die Industrie ist Airplay eine der wichtigsten Möglichkeiten zur Promotion ihrer Produkte.[1]
Wie viele andere Begriffe im Medienbetrieb wurde Airplay aus dem Englischen entlehnt. Wobei sich air von „to be on the air“ (engl., Senden) ableitet und mit play im Sinne von „to play-back“ (engl., abspielen, wiedergeben) zusammengesetzt wird.
Airplay spielt bei der Erhebung der Charts in einigen Ländern, wie z. B. den USA eine sehr wichtige Rolle. Die Häufigkeit mit der ein Musikstück vom Sender gespielt wird, fließt in die US-Billboard-Charts ein. Spezielle Methoden der Sender die als Rotation bezeichnet werden, ermöglichen einen in der Häufigkeit abgestuften Einsatz des selben Musiktitels im Programm ohne das es der Hörer als störend empfindet. Eine gängige, jedoch illegale Praxis, möglichst viel Airplay zu erhalten ist Payola. Dabei handelt es sich um Bestechung von Redakteuren oder Radiomoderatoren. Für die Charts ist das Einbeziehen von Airplay als Sendequoten von Nachteil. Die Manager innerhalb der Musikbranche gehen davon aus das die US-Billboard-Charts unterhalb von Platz 40 keinen Aufschluss mehr über die tatsächlichen Verkaufszahlen erlauben.[2]
Quellnachweise
- ↑ a b Peter Wicke und Wieland & Kai-Erik Ziegenrücker: Handbuch der populären Musik, Schott Music GmbH & Co. KG, Mainz 2007, S. 25. ISBN 978-3-7957-0571-8
- ↑ William Knoedelseder: Hits und die Hintermänner – Machenschaften in Musikbusineß, Verlag Ullstein, Frankfurt/M. – Berlin 1994, S. 169. ISBN 3-550-06856-5